Gesundheit und soziale Lebenslagen hängen eng zusammen – besonders für Kinder, Jugendliche und Familien in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen. Genau hier setzt unser Antrag zur „Stärkung der Stadtteilgesundheit“ an, den wir in den Freiburger Gemeinderat eingebracht haben.
Worum geht es konkret?
Wir beantragen, das Thema Stadtteilgesundheit im Gemeinderat zu beraten und zuvor ausführlich im Sozialausschuss sowie im Kinder- und Jugendhilfeausschuss zu diskutieren. Ziel ist es, bestehende Beratungsangebote aus Quartiersarbeit, Sozialberatung und gesundheitlicher Versorgung (z.B. Kinder- und Jugendärzte) gemeinsam in den Blick zu nehmen, besser zu vernetzen und perspektivisch weiterzuentwickeln.
Warum ist das wichtig?
Gerade in sozial belasteten Quartieren wirken sich Armut, beengte Wohnverhältnisse, psychosoziale Belastungen oder fehlende Unterstützungsnetzwerke unmittelbar auf die Gesundheit aus. Kinderarztpraxen, Schulen und soziale Einrichtungen sind oft die ersten Orte, an denen Probleme sichtbar werden – doch bislang fehlen häufig gut abgestimmte Weiterverweisungs- und Kooperationsstrukturen.
Unser Antrag zielt darauf ab, diese Schnittstellen systematisch zu stärken und gemeinsam zu prüfen, ob ein ganzheitlicher Ansatz der Stadtteilgesundheit für besonders belastete Sozialquartiere (insbesondere Kategorie 5) entwickelt werden kann.
Unser Ziel
Wir wollen einen gemeinsamen Entwicklungsprozess anstoßen, an dem relevante Akteure beteiligt sind – vom Gesundheitsamt über Schulen, Arztpraxen und Sozialberatung bis hin zu Krankenkassen und Klinikpartnern. Schritt für Schritt soll so ein tragfähiges Gesamtkonzept entstehen, das Kinder, Jugendliche und Familien frühzeitig erreicht und nachhaltig unterstützt.