Freilebende Katzen in Freiburg: SPD+JF-Fraktion fordert aktuelle Zahlen und prüft Katzenschutzverordnung
Die Situation von Fund- und freilebenden Katzen in Freiburg rückt zunehmend in den Fokus. In den vergangenen Wochen haben sich Hinweise verdichtet, dass sich die Lage im Stadtgebiet verändert haben könnte. Gleichzeitig liegt die letzte umfassendere Einschätzung der Stadtverwaltung bereits mehrere Jahre zurück.
Vor diesem Hintergrund hat die SPD+JF-Fraktion eine Anfrage an Oberbürgermeister Martin Horn gestellt. Ziel ist es, eine aktuelle und fundierte Datengrundlage zu erhalten, um die Situation besser bewerten und gegebenenfalls politisch handeln zu können.
Im Zentrum der Anfrage stehen mehrere Aspekte: So soll geklärt werden, ob es in Freiburg größere Populationen frei lebender oder sich unkontrolliert vermehrender Katzen gibt und ob bestimmte Stadtteile besonders betroffen sind. Auch die Entwicklung der Fundkatzenzahlen in den vergangenen Jahren sowie deren Verbleib – etwa im Tierheim oder bei neuen Halterinnen und Haltern – ist Gegenstand der Anfrage.
Darüber hinaus interessiert die Fraktion, inwieweit freilaufende Katzen überhaupt ihren Besitzerinnen und Besitzern zugeordnet werden können und welche Maßnahmen bislang ergriffen wurden, um eine unkontrollierte Vermehrung einzudämmen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, ob die Einführung einer sogenannten Katzenschutzverordnung in Freiburg sinnvoll und rechtlich möglich wäre. Solche Verordnungen können unter anderem Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflichten für Freigängerkatzen vorsehen, um Tierleid zu vermeiden und Populationen langfristig zu kontrollieren.
„Uns ist wichtig, auf Basis aktueller Zahlen und fachlicher Einschätzungen zu entscheiden“, betont Walter Krögner. „Sollte sich zeigen, dass akuter Handlungsbedarf besteht, wollen wir geeignete Maßnahmen – bis hin zu einer Katzenschutzverordnung – ernsthaft prüfen.“
Neben den rechtlichen Voraussetzungen fragt die Fraktion auch nach dem personellen und finanziellen Aufwand, der mit der Einführung einer solchen Regelung verbunden wäre.
Mit der Anfrage soll eine transparente Grundlage geschaffen werden, um das Thema sachlich zu bewerten und gemeinsam mit Verwaltung und Tierschutzakteuren tragfähige Lösungen für Freiburg zu entwickeln.
Die komplette Anfrage könnt ihr hier nachlesen: