Schulsozialarbeit in Gefahr

Viviane_Sigg

Die geplante neue Verwaltungsvorschrift des Landes zur Schulsozialarbeit gefährdet ab dem Schuljahr 2026/27 die bestehenden Strukturen in den Kommunen – mit weitreichenden Folgen für Kinder, Jugendliche und Schulen. „Ohne Rücksicht auf Schulgröße, soziale Lage oder tatsächlichen Bedarf sollen nur noch durchschnittlich 0,6 Stellen pro Schule gefördert werden. Das ist eine Kürzung durch die Hintertür“, erklärt Viviane Sigg, bildungspolitische Sprecherin. „Damit lässt das reiche Bundesland seine Kommunen in einer schwierigen finanziellen Lage im Stich.“

Gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen – von mentaler Gesundheit über Gewaltprävention bis hin zur Integration – sei Schulsozialarbeit unverzichtbar. „Statt sie auszubauen, droht jetzt ein Rückbau. Das ist ein bildungspolitischer Offenbarungseid“, so Sigg weiter. Notwendig wäre eine angemessene Berücksichtigung von Schülerzahlen, Schulart und Schulstruktur, ein garantierter Bestandsschutz für bereits bestehende Angebote und vor allem eine langfristige Übernahme der Kosten durch das Land. „Schulsozialarbeit ist keine freiwillige Kür, sondern eine zentrale Investition in Bildungsgerechtigkeit – das müssen wir als Kommune gegenüber dem Land klar und deutlich kommunizieren. Unsere Fraktion kämpft weiter dafür, dass die Schulsozialarbeit in Freiburg erhalten und ausgebaut wird.“

Unsere Anfrage zum Thema findet ihr hier: https://spd-jf.de/zukunft-der-schulsozialarbeit/

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